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Alexander Röhl

Alexander Röhl

Zur Debatte nach Fernost

Er kommt aus Scherpenberg und weiß, dass er gegen die Besten der Welt antreten muss - in einem fremdem Land, in einer fremden Sprache. Gemeinsam mit fünf Kommilitonen reist der Jurastudent Alexander Röhl zur „Model United Nations Konferenz" in Taipeh.

Im Gepäck haben sie ihre Waffen: das gesprochene Wort und schlagkräftige Argumente. Die Harvard University lädt in jedem Frühjahr zum „WorldMUN", zur Simulation einer UN-Konferenz unter Teilnahme von Studenten aus aller Welt. 2010 ist es bereits die 19. „WorldMUN", die vom 14. bis 18. März in Taipeh, der Hauptstadt Taiwans, abgehalten wird. Der 21-jährige Alexander Röhl ist Student an der juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und reist mit fünf Kommilitonen in den fernen Osten, um sich in der freien Debatte mit Studenten aus aller Herren Länder zu messen.

Die Sprache der Konferenz ist Englisch, die Aufgabe schwierig. Alexander Röhl wird mit der Düsseldorfer Delegation über zwei Themen zu debattieren haben, die Zukunft der Fernabwehrraketen und den Cyberwar. Nicht gerade einfacher macht es die Aufgabenstellung der Düsseldorfer: Sie müssen bei der Debatte den Standpunkt des Staates Myanmar (ehemals Burma) vortragen und verteidigen. „Eine interessante Aufgabe", meint Alexander Röhl, „die Argumente einer Militärdiktatur zu vertreten." Und als ob dies nicht schon schwierig genug wäre: „Wir werden gegen Harvard-Studenten antreten - da ist das sprachliche Niveau gehoben."

Flug, Hotel, Konferenzgebühren, Verpflegung - all das müssen die Konferenzteilnehmer erst mal aus eigener Tasche bezahlen: „Erst hinterher wird ein Teil zurück erstattet." Wie viel, das weiß er noch nicht. Es kommt darauf an, wie viele Sponsoren der Verein „Model United Nations Society Düsseldorf" in diesem Jahr an Land ziehen kann. Bei der Organisation der Reise sind die Konferenzteilnehmer ebenfalls auf sich selbst angewiesen, der Verein regelt nur die Konferenzteilnahme.

Erfahrungen fürs
Leben sammeln

Warum nach Taipeh fliegt? „Es geht um das Prinzip der Völkerverständigung, es werden Studenten aus aller Welt teilnehmen." Außerdem, so Alexander Röhl, könne er rhetorische Erfahrungen sammeln, die ihm sowohl im Studium als auch bei der Parteiarbeit zu Gute kommen. Röhl ist Mitglied bei den Jungen Liberalen, der Nachwuchsorganisation der FDP.

Der Jurastudent hat sich seit Januar auf die Konferenz vorbereitet. Am 10. März fliegt er nach Taiwan, am 24. März kommt er zurück. Dann wird er berichten können, wie es war, als er gegen Harvard-Studenten antreten musste.

Der Westen Moers, 09.03.2010, Harry Seelhoff


 

Mehr für die Jugend tun

Was muss sich in der lokalen Politik verbessern? Das wollten die Jungen Liberalen von Menschen im Kreis Wesel wissen.
In Moers und Wesel befragten sie Passanten. Es müsse mehr für die Jugend getan werden, sagten viele der Befragten in Wesel. Beispielsweise wurden mehr Investitionen und Freizeitmöglichkeiten gefordert. 20 von 32 Befragten fanden, die Weseler Politik nehme die Belange von Jugendlichen nicht ausreichend wahr. Die Rheinbrücke stellte sich ebenfalls als ein Thema heraus, das die Weseler sehr beschäftigt. So wünschten sich einige Bürger mehr Aufklärung und Informationen bei großen Bauprojekten. Der Weseler Stadtratskandidat Simon West möchte die Ergebnisse in seine Arbeit einfließen lassen.

NRZ Wesel am 19.03.2009 von Gabi Schultze


 

Grundsatz von Freiheit

Die Studentinnen Alexandra Mertin und Beret Roots gründen in Moers jetzt den Ortsverband der Jungen Liberalen.
Sie nennen sich „Julis”, Junge Liberale. Sie sind die Nachwuchsorganisation der FDP und verzeichnen in Moers derzeit „einen wahnsinnigen Zulauf”, will heißen zwei Neuzugänge monatlich. Weshalb in einigen Wochen der Ortsverband gegründet werden soll. Zwei Moerserinnen treiben dies voran: Alexandra Mertin und Beret Roots.
Die 30-jährige Jurastudentin Alexandra Mertin hat bei den Liberalen eine Blitzkarriere hingelegt. Ein Jahr nach ihrem Partei-Eintritt wurde sie jetzt zur Landtags-Spitzenkandidatin der Kreis-FDP gewählt. Was bewog sie, sich poltisch gerade in dieser Partei zu engagieren? „"Der Grundsatz von Freiheit. Das entspricht mir.”" Familiär vorbelastet ist sie hinsichtlich ihrer FDP-Mitgliedschaft nicht; sie will „mitwirken, etwas bewirken, dabei sein”. Familie und Freunde hätten sehr positiv reagiert, so Mertin: "„Ich hab' das erklärt, und es war absolut okay.”"

Beret Roots, 23 Jahre jung und Psychologiestudentin, hat da andere Erfahrungen gemacht: "„Ich ernte immer noch Unverständnis. Ich lebe eher grün, und viele fragten: Warum bist du nicht bei den Grünen?”" Für sich hat Beret Roots diese Frage beantwortet: „"Die Grünen haben gute Intentionen, aber was dabei herauskommt, überzeugt mich nicht."” Schon bei ihrer ersten Wahl hat sie ihr Kreuz bei der FDP gemacht. Politisch engagiert ist sie, seitdem sie in der Zeitung von einer Umfrage las: "Nur 17 % aller Jugendlichen sind politisch interessiert. „Ich will versuchen, andere zu motivieren. Man muss was tun gegen Politikverdrossenheit."

”Beide Frauen sind stellvertretende Vorsitzende im Juli-Kreisvorstand, beide kandidieren in Moers für die Kommunalwahl. Alexandra Mertin ist Landtags-Spitzenkandidatin im Kreis Wesel, Beret Roots Delegierte bei Landes- und Bundeskongressen. Außerdem hat der Wahlkampf begonnen.

Viel Arbeit gibt's im Superwahljahr.

„"Ich investiere vier Stunden täglich in die Parteiarbeit. Aber jetzt ist das Superwahljahr – dafür bin ich angetreten"”, so Beret Roots. Und Alexandra Mertin meint: „"Da geht einiges an Freizeit drauf, aber es wird niemand gezwungen. Parteiarbeit und Studium, das geht zusammen."”
Würden die Julis sich auch in der Mutterpartei engagieren? „"Wenn man mich fragen würde, würde ich auch in den Moerser FDP-Vorstand gehen”", erklärt Alexandra Mertin.

Der Westen, Moers, 19.03.09



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